Instruktoren

Petr Matoušek (*1979) Olomouc, Tschechische Republik

Organisation: Cech Sv. Michaela Archanděla

Petr studiert seit nunmehr zwanzig Jahren verschiedene Kampfkünste. Ab 1997 studiert er unter der Anleitung verschiedener Lehrer die europäischen Kampfkünste. Der wichtigste darunter war Meister Peter Koza (Magisterium).

In verschiedenen Ländern der Welt, die er bereist hat, hat sich Petr auch mit anderen existierenden und überlebenden traditionellen Systemen der Kampfkunst beschäftigt. Zuerst führten ihn seine Reisen nach China, später hatte er die Möglichkeit mit einem japanischen Schwertmeister in Tschechien zu trainieren. Weiterhin kam er in Kontakt mit dem russischen Säbel. Seine jüngste Begegnung fand mit der ältesten überlebenden Kampfkunst der Welt statt – mit dem indischen Kalaripayattu in Kerala (Indien). All diese Begegnungen waren ergiebig und halfen dabei die europäische Art zu kämpfen – auch bekannt als ritterliche Kunst – besser zu verstehen.

Jahrelange, eingehende Studien alter Manuskripte und Abhandlungen über die traditionellen europäischen Kampfkünste brachten Petr Matoušek an den Punkt, da er sich entschied sich zu öffnen und seine Auslegungen dieser Texte, sowie deren praktischen Gebrauch, mit der Welt zu teilen. So entstand die Idee der Gilde; die Idee die Schulen, welche den gleichen Ansatz verfolgten und die alten ritterlichen Künste entsprechend studierten, zu vereinigen. Dabei folgte er der Tradition unserer Vorfahren, die ihr Tun stets einem ausgewählten Schutzheiligen widmeten, und widmete die Gilde dem Erzengel Michael.

Als Fechtmeister der Gilde lehrt Petr Matoušek den Umgang mit allen ritterlichen Waffen, wie dem Langen Schwert, dem Dussack, dem Rapier, Stangenwaffen und Dolchen; immer basierend auf dem praktischen Gebrauch und der Erfahrung im mittelalterlichen Ringen.

Momentan gehören elf Schulen in Tschechien, der Slovakai und Deutschland zur Gilde. Neben der Lehre wird seit 2005 auch geforscht und selbst veröffentlicht.

Promo-Video: http://www.youtube.com/watch?v=ZX-C-zlvypk,

http://cechsvmichaela.cz/gallery_tesak.html

 

 

Ralf Gutzeit (*1970) Bremen, Deutschland

Ralf Gutzeit begann seine fechterische Kajere im Jahre 1997 als ihm Freunde von einem Fechtmeister erzählten bei dem sie ein Seminar besucht hatten. Neugierig geworden besucht er das Training der Freunde und probierte es selbst aus, er war auf Anhieb begeistert.

Ein Jahr später besuchte er selbst das erste Seminar mit Peter Koza. Nach weiteren Seminaren mit Langem Schwert Duszack und Dolch gründetet Ralf Gutzeit, im Jahr 2002 eine Trainingsgruppe beim TuS Huchting in Bremen. Inzwischen hatte er den Rang eines Gesellen erreicht und durfte somit unterrichten.

Das Studium der alten Schriften war längst ein weiterer Interessenbereich geworden als Ralf Gutzeit im Juni 2005 seine eigene Fechtschule Klopffechters Erben öffnete. Seit dem gibt es in Bremen einen festen Anlaufpunkt für die ritterliche Kunst des Fechtens. Der Austausch mit anderen Gruppen und Schulen wie z.B. Arts of Mars oder Heydenwall ist ein wichtiger Teil dieser Schule und es gibt immer wieder Seminare mit Instruktoren aus dem In- und Ausland.

Seit 2011 hat Ralf Gutzeit den Rang eines Untermeisters in der Schule von Peter Koza.

Ralf Gutzeit unterrichtet selbst das Lange Schwert, Duszack nach Joachim Meyer und Peter Koza,

seit 2011 auch Rapier nach Gerard Thibault in eignener Rekonstruktion zusammen mit Malte Anduschies.

 

 

Alexander Kiermayer , Deutschland

  • Alexander begann 1987 mit dem Training verschiedener asiatischer Kampfkünste, insbesondere Ju Jutsu, Wing Tsun und Escrima
  • erforscht und praktiziert seit 1999 historische Kampfkünste, besonders aus dem deutschen Sprachraum
  • Gründungsmitglied und Trainer bei OCHS – Historische Kampfkünste
  • Fachübungsleiter Fechten und Begründer der Übungsleiterausbildung im Historischen Fechten in Zusammenarbeit mit dem Bayer. Fechterverband
  • Referent auf Seminaren im In- und Ausland
  • Autor eines Buches über die Fechtkunst von Joachim Meyer und mehrerer DVD`s über Historische Europäische Kampfkünste
  • Polizeibeamter und Ausbilder für polizeiliches Einsatzverhalten und Schießen
  • derzeit Forschung und Training im Bereich berittener Kampfkünste

 

 

Christian Brandt (*1973) Braunschweig, Deutschland

  • Seit 1993 Berufsbedingte Ausbildung in militärischen Nahkampf
  • 1994 bis 2004 Historisches Reenactment Fechten ausgebildet durch Colin Richards
  • 2000 bis 2003 Berufsbedingte Ausbildung im polizeilichen Nahkampf
  • 2004 bis 2005 Wechsel in Richtung HEMA Fechten zunächst im Eigenstudium
  • 2005 bis 2010 Training bei Stefan Roth in historischer Kampfkunst
  • 2010 bis Heute Zeitweise Co-Trainer bei Stefan Roth
  • 2003 bis 2012 Betrieb einer eigenen Fechtgruppe
  • 2013 bis Heute Überführung der Fechtgruppe in die Privatschule Braunschweiger Fechtkultur

Persönliche Schwerpunkte sind Prinzipien der Kraftausnutzung und Kombination derer in unterschiedlichen Waffenkonzepten. Methodische Grundlagenschulung sowie pädagogische Ausbildungskonzepte werden dabei besonders angewendet.
 
 

Malte Anduschies, Bremen Deutschland

  •  ° Seit 2008 bei „Klopffechters Erben“ Studium vom Schwert, Dussak, Dolch
La Verdadera Destreza – spanisches Schwert
  •  Seit 2011 Rekonstruktion des Fechtsystems von „Girard Thibault d’Anvers“ anhand seines oppulenten Fechtbuches „Academie de l’Espée“ (1628) zusammen mit Ralf Gutzeit
  • Seit Ende 2013 Rekonstruktion des Fechtsystems von Luis Diaz Viedma „Método de Enseñanza de Maestros“ (1639)

 

Peter Koza

 

 

Maximilian Powik M.A. (*1986) Augsburg, Bayern, Deutschland

Organisationen: Drei-Klingen e.V.; Guildam Gladiatorium Sanctii Michaelis

Max ist studierter Historiker für mittelalterliche Geschichte, und deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters, was er an der Universität in Augsburg absolvierte. Seit 2009 leitet er als Vorsitzender und Trainer den Verein für historisch europäische Kampfkunst „Drei Klingen e.V.“ in Augsburg und seine Haupterfahrung in der Kampfkunst sammelt er nun seit 2007 unter der praktischen Anleitung von Petr Matoušek und dem Studium der Fechtquellen. Dabei stand vor allem Ringen und das Lange Schwert lange Zeit im Vordergrund, wodurch ein Zugang zu anderen Waffengattungen geboten wurde.

Vor dem Studium der gängigsten Fechtliteratur im Rahmen des Trainings der Kampfkunst ist er als Stuntman tätig gewesen und spezialisierte sich dabei auf Live-Schaukämpfe vor allem mit historischem Hintergrund. Er war zwischen 2006 und 2012 bei den Kaltenberger Ritterspielen tätig, sowie an kleineren Film- und Fernseherproduktionenbeteiligt und das sowohl als Stuntman als auch Stuntkoordinator. Seit 2008 gibt er im Rahmen des LILALU Bildungsprogramms von der Johanniter Unfall-Hilfe e.V. in München stuntthemenbezogene Workshops für Kinder und Jugendliche, wie etwa Parkour.

 Jan Kozak ( Jan von Prag)